W O R L D   V E S P A   D A Y S   2 0 0 9 :

Am Donnerstag den 11. Juni war es dann endlich soweit, nach Abschluss der umfangreichen Vorbereitungen (unter anderem waren die VWD 2009 einer der Gründe unseren Club zu gründen) starteten wir früh morgens Richtung Zell am See.

Neben unseren Rollern waren mit an Bord, unser Präsident Dirk, First Lady Dani,
Kassenwart Marcus, die kleine Lotta und ich.

Schon nach 5 Stunden Fahrt erreichten wir Zell am See. Unterwegs hatten wir bereits einige Gleichgesinnte mit ihren Rollern auf der Autobahn überholt.

Am Ortseingang von Zell waren wir zunächst überrascht, weder Wimpel noch Fahnen oder ähnliches zu entdecken. Nachdem wir unsere Ferienwohnung bezogen hatten, ging es aber sofort per Roller auf die Suche nach dem Mittelpunkt des Geschehens.

Am Ferry Porsche Congress Center angekommen, wurden wir von einer großen Menge Schaulustiger und Vespafahrer empfangen.Die Roller parkten in einer eigens abgesperrten Tiefgarage und so konnten wir uns gleich am Eingang registrieren. Einiges an Nippes gab es bereits schon zum Empfang.

Leider konnten wir an der Rundfahrt „Drive the Dam“ nicht teilnehmen, da wir schlichtweg zu spät angekommen sind. Da aber das Wetter nicht gerade optimal für eine solche Ausfahrt war, nahmen wir das gelassen.

Das Highlight, aus meiner Sicht, war zweifelsohne die am Freitagvormittag startende Fahrt zum Großglockner. Startpunkt war der Flugplatz Zell am See, wo sich ab 08.30 Uhr eine beeindruckende Anzahl an Vespafahrern aller Herrenländer trafen. Die genaue Anzahl ist mir nicht bekannt und lässt sich auch nur schwer schätzen, in einem Bericht im Internet ist von weit über 1000 die Rede.

Mit etwas Verspätung setzte sich die Menge Richtung Großglockner in Bewegung. An dieser Stelle gleich ein Kompliment an die Veranstalter, trotz der unglaublichen Anzahl an Fahrzeugen hatten die Verantwortlichen den Verkehr bestens im Griff und auch die „normalen“ Verkehrsteilnehmer wurden nicht über Gebühr behindert.Die Fahrt an sich war für mich so ein wenig wie im Rausch, winkende Passanten, hupende Rollerfahrer und alle hatten perfekte Laune.
Als nach ungefähr einem Drittel der Fahrt der Nieselregen und Nebel von Sonne abgelöst wurde, war die Fahrt kaum mehr zu toppen.

Auf der Strecke war alles was Vespa auf zwei Räder gestellt hat, zu bewundern. Einige Modelle hätten es sicherlich verdient gehabt, im Museum oder zumindest in einer privaten Sammlung zu stehen, wurden aber mit wachsender Begeisterung bestimmungsgemäß gen Gipfel getrieben.

Meine ACMA Baujahr 1955 musste auf einigen Teilstücken ordentlich leiden, da es nur im ersten Gang voran ging. Recht schnell löste sich der Pulk auf und neue Gruppen nach Baujahr, Leistung und technischem Zustand bildeten sich neu. Alle Fahrer wurden auf das oberste Parkdeck an der Franz Joseph Hütte geleitet wo die Rast und Mittagsverpflegung geplant war. Recht schnell bildete sich eine schier endlose Menschenkette um für den Glockner-Snack anzustehen. Dirk, Marcus und ich beschlossen relativ schnell, anstelle des Snacks in der Hütte oberhalb des Franz Joseph Gedenksteins einzukehren.

Nachdem wir uns mit Gulaschsuppe, Almdudler und Espresso gestärkt hatten, konnten wir noch die Murmeltiere unterhalb unserer Terrasse bewundern um anschließend wieder in Richtung Fuschertörl zu starten. Wieder war lag ein enormer Aufstieg bis zur Edelweisspitze auf 2571 Meter, dem höchsten Punkt der Ausfahrt vor uns. Dort angekommen hatten wir einen fantastischen Ausblick Richtung Zell und Umgebung.Ein freundlicher Herr vom Vespa Club Düsseldorf war so freundlich ein Erinnerungsfoto von uns zu schießen.

Auf der Abfahrt nach Zell ereignete sich noch ein bedauerlicher Unfall eines Vespafahrers, dem wohl der Reifen geplatzt war, von hier aus alles Gute und hoffentlich nur Materialschäden.

Am Samstagnachmittag war die Seerundfahrt angesetzt, wiederum traf sich eine unglaubliche Anzahl an Vespapiloten am Zeller Flugplatz. Alle schon ungeduldig wartend den See zu umrunden. Wiederum hatten die Veranstalter auch diese verkehrstechnische Herausforderung hervorragend im Griff.

Die Fahrt um den See war bei perfektem Wetter und gutgelaunten Zuschauern ein Spaß für alle Beteiligten und Passanten.Einige der Zuschauer forderten auf Transparenten „Gummi Gummi“ , was mir persönlich mit 5 PS doch recht schwer gefallen ist.Wir alle waren uns einig, der See hätte gerne 4x so groß sein können und die Rundfahrt dementsprechend 4x länger dauern sollen.

Für Samstagabend war die Gala angesetzt. Da dies mein erstes Vespatreffen war, und ich bereits einige negative/spöttische Kommentare über dieses Event im Netz gelesen hatte, war ich gespannt was uns dort erwarten würde. Im Zeller Eisstadion war für die gemeldeten 3000 Teilnehmer gedeckt, das nur die erste Flasche Wein und Mineralwasser je Tisch im Preis enthalten war, sorgte für Unmut bei einer beachtlichen Anzahl italienischer Clubmitglieder. Ihrem lautstarken Protest gaben die Organisatoren nach um schlimmeres zu verhindern und schenkten das Mineralwasser kostenlos aus.

Unsere Heimreise am Sonntag fiel erwartungsgemäß bescheiden aus. Ohne Frühstück machten wir uns auf den Weg um nach knapp 8 Stunden und unendlichen Staus genervt, müde und verschwitzt zu Hause anzukommen.

Diesen Bericht schrieb mein Freund TW.,den oben erwähnten Verein gibt es heute leider nicht mehr.